PM: Jan Nolte und seine Vernetzung im extrem Rechten Milieu

Jan Nolte ist ehm. Bundeswehrsoldat, Vorsitzender der Jungen Alternative (JA) Hessen, AfD-Bundestagsabgeordneter und Mitglied des Verteidigungsausschusses. Aktuell steht er öffentlich in der Kritik, da er den mutmaßlichen Terrorhelfer Maximilian T. als Mitarbeiter beschäftigt. Während der Vorgang von Nolte mal wieder kleingeredet wird, lohnt sich für die kritische Öffentlichkeit auch ein Blick in Noltes Vergangenheit, was mit dieser Pressemitteilung geschehen soll.

 

Wilma Streit, Sprecherin der antifaschistischen Stadt, Land, Volk-Kampagne hierzu: “Es ist für uns als Kampagne nicht überraschend, dass jemand wie Jan Nolte – der eindeutig dem völkischen Flügel der AfD zuzuordnen ist – den Helfer eines mutmaßlichen Rechtsterroristen beschäftigt und finanziert. Noltes Verhalten der letzten Jahre belegt eindeutig, dass er nicht nur keine Berührungsängste mit Nazis verschiedener Coleur hat, sondern im Gegenteil Umgang mit extrem rechten Organisationen und Akteuren sucht. Dies gilt es zu enttarnen und bekämpfen!”

 

Personal der JA Hessen: Da wäre zum Beispiel Max Kolb zu nennen, der bis Oktober 2017 Beisitzer im Vorstand der JA Hessen war, aber auch in der Marburger Naziburschenschaft Germania sein Zuhause gefunden hat. Die Marburger Burschenschaft Germania ist ein bundesweites Sammelbecken für Nazis, Kadern aus Nazikameradschaften wie Tobias Sauer – vor seiner Zeit in Marburg Mitglied bei der Kameradschaft AG Schwaben – oder extrem rechte Aktivisten, Publizisten und Netzwerker wie Philipp Stein, ein Jungverleger faschistischer Literatur. Er will mit einer NGO für Deutsche und der 1% für unser Land-Bewegung, die überwiegend aus Ortsgruppen der Identitären Bewegung (IB) besteht, versuchen, den angeblich drohenden Volkstod zu verhindern, sowie etliche rechte und extrem rechte Projekte finanzieren. Eben jener Max Kolb will auch die Begriffe völkisch und Nationaler Sozialismus wieder positiv besetzten, wie er in einem Debattenbeitrag für die JA Hessen schrieb. Weiteres zu Burschenschaft Germania Marburg ist hier: Die Burschenschaft Germania Marburg und ihr extrem Rechtes Netzwerk

 

Vorliebe für rechte Szenemarken: Jan Nolte hat unter anderem eine Vorliebe für einschlägige rechte Szenemarken wie Pro Violence, die ein Magdeburger Nazihooligan vertreibt, und Walhall Athletik, wie Likes seiner privaten Facebookseite bewiesen. Letztere wurde vom bayrischen Neonazi Daniel Weigel geründet, welcher im inzwischen verbotenen Freien Netz Süd organisiert war. Nachdem Antifaschist_innen darauf aufmerksam machten, löschte Jan Nolte die Likes.

Außerdem gefällt ihm die Facebookseite “Radical Esthétique” – ein Ableger der identitären Bekleidungsmarke “Phalanx Europa”, anscheinend in Zusammenarbeit mit Philip Steins “Jungeuropa-Verlag”.

Während dort Klassiker faschistischer Literatur neu verlegt werden, bietet “Radical Esthétique” die Mode und Lifestyle dazu. So posten sie betont lässige Bilder die sich immer wieder Faschisten und ihren Organisationen widmen – Jogginghose, Kippe und Capitan Codreanu, wohl bedeutendster rumänischer Faschist des 20. Jhd, so sieht für die Seitenbetreiber (und anscheinend auch Jan Nolte) ein entspannter Sonntag aus. Weiteres hier: Outing Jan Nolte, Bundestagswahlspezial zur AfD-Hessen und

Radical Esthétique und Franz Reißner – Faschistische Mode aus Zwickau/Halle

 

Veranstaltung mit Jürgen Elsässer: Die von seiner Kreistagsfraktion Waldeck-Frankenberg organisierte Wahlkampfveranstaltung passt dazu auch bestens ins Bild. Als Redner*innen waren neben den Direktkandidat*innen Christine Anderson (Pegida-FFM), Andreas Lichert (Institut für Staatspolitik) und Jan Nolte selbst, der Chefredakteur des antisemitschen Hetzblatts “Compact”, Jürgen Elsässer geladen.

In der Fragerunde warnte Elsässer codiert in Form der jüdischen Familien Rothschild und Soros vor den Machenschaften “der Juden”, benannte allein das Befassen mit diesen, wie im Rahmen seines verschwörungstheoretischen Magazins als “gefährlich” und bezeichnete sie als “heißes Eisen”. Gemäß seiner sogar gerichtsfest erprobten Taktik verdichtete er jüdische oder jüdisch klingende Namen, antikapitalistische Ressentiments gegen die Banken oder Währungspolitik, gegen “die da oben” und sogar den Parlamentarismus als solchen zu einem Gesamtbild, dass auch ohne konkrete Nennung bei seinen Hörer*innen das Bild des manipulierenden, allmächtigen “Finanzjudentums” entstehen lässt. Jan Nolte hörte hierbei aufmerksam zu und applaudierte begeistert. Damit haben Nolte und seine AfD Waldeck-Frankenberg gezeigt, dass die AfD-Hessen nicht nur mit Martin Hohmann dem Antisemitismus und seiner geopolitischen Reproduktion als Antizionismus wieder Raum gewähren!

 

Anwesenheit bei der Compact-Kongress: Am 25.11.2017 wurde von Jürgen Elsässer in Leipzig ein Kongress seiner Zeitung Compact abgehalten. Versammelt waren einige wichtige Personen des neurechten Spektrums.

Auf dem Podium saßen unter anderem Martin Sellner, Lutz Bachmann, Jürgen Elsässer, Leyla Bilge, Philip Stein und auch Jan Nolte. Björn Höcke hielt dort eine Rede und Robert Timm, bei den “Identitären” aktiv, bekam von Philip Stein im Nahmen von EinProzent und Compact einen “Widerstands-Preis” verliehen. Philip Stein sprach bei einer Rede auf dem “Verteidiger Europas”-Kongress von einer “Mosaik-Rechten”. Der Compact-Kongress zeigt die gute Vernetzung der verschiedenen extrem Rechten Organisationen und Personen.

Jan Nolte hielt an diesem Abend keine Rede und nahm auch sonst keine sichtbare Aufgabe an, stattdessen verließ er mit Björn Höcke nach dessen Rede das Podium und fungierte möglicherweise als Platzhalter für den völkischen Flügel der AfD.

 

Anwesenheit beim JA Landeskongress im April 2017: Am 29. Mai 2017 fand der Landeskongress der JA Hessen auf dem Haus der extrem rechten Marburger Burschenschaft Germania statt. Neben Nolte waren u.a. auch Björn Höckes Pressesprecher Torben Braga und Phillip Stein anwesend, beide sind Mitglieder der Burschenschaft Germania Marburg. Daneben fungiert Stein als Führungsfigur der EinProzent Bewegung. Diese rechtsradikale Vernetzungs- und Finanzierungsplattform ist ein Gemeinschaftsprojekt mit Götz Kubitscheck, einem extrem rechten Verleger und Führungperson des Institut für Staatspolitik, eines „neurechten“ Thinktanks. Er treibt gemeinsam mit Philip Stein massiv den Aufbau der extrem rechten Identitären Bewegung in Deutschland voran.
Mit Handschlag begrüßt wurde Nolte von Lars Roth, einer hessischen Größe der Neonaziszene, welcher
zum Beispiel durch Mitorganisation von Nazikonzerten wie dem Eichsfelder Heimattag aufgefallen ist. Keine Minute danach griffen Lars Roth (mit einem Knüppel bewaffnet), Philip Stein (aus dem Auto der AfD Thüringen, gefahren von Torben Braga) und zwei weiteren Personen einen Fotografen an. Einige Minuten später kam es zu einem zweiten Angriff mit Pfefferspray und Schlägen aus einer mindestens zehnköpfigen vermummten Gruppe. Durch Fotos wurden Philip Stein, ehemaliger Sprecher der Burschenschaft Germania Marburg, und Maximilian Kolb, Sprecher der Marburger Burschenschaft Germania und Beisitzer im Landesvorstand der JA Hessen, identifiziert. Eine ausführlicher Bericht des Landeskongresses ist hier zu finden, die Auflistung aller Angreifer hier.

Pressespiegel

Artikel die uns oder unseren Gegenstand zum Gegenstand haben:

Zur Burschenschaft Germania Marburg und ihr extrem Rechtes Netzwerk

Unser Artikel zum JA-Landeskongress im Antifaschisten Infoblatt (AIB):

https://www.antifainfoblatt.de/artikel/schlagkr%C3%A4ftige-rechte-netzwerke-marburg

http://www.huffingtonpost.de/2017/07/27/burschenschaften-afd-_n_17597626.html

http://www.fr.de/rhein-main/burschenschafter-petrys-mitstreiter-von-der-germania-a-1252466

Der erste Zeitungsartikel (Frankfurter Rundschau) über die Geschehnisse um den Landeskongress der JA-Hessen:

http://www.fr.de/rhein-main/junge-alternative-schlagende-verbindungen-a-1279461

Bericht über die Antwort der hessischen Landesregierung auf eine SPD Anfrage im Landtag, in Folge unserer Recherchen zum Landeskongress und den Verflechtungen von AfD, JA, Burschenschaften, Identitären und Co.:

http://www.fr.de/rhein-main/hessen-afd-kontakte-zu-rechtsextremen-bestaetigt-a-1335672

https://jungle.world/artikel/2017/31/ein-besonderer-kandidat

Buzzfeeds Auflistung von extrem rechten AfD-Bundestagskandidaten, leider verweisen sie nicht auf die zahlreichen Antifa-Recherchen (so auch unsere zu Jan Nolte und Julian Schmidt), die weite Teile ihrer “Recherche” ausmachen:

https://www.buzzfeed.com/marcusengert/fast-50-bundestagskandidaten-der-afd-grenzen-sich-nicht-von?utm_term=.omOlzDxXv#.oa4pgyLlQ

PM: Rechtsextreme Burschenschaftler in Marburg geoutet

In der Nacht von Dienstag, dem 13.6, zu Mittwoch, dem 14.6, wurden die beiden rechtsextremen marburger Burschenschaftler Max Kolb und Nils Grunemann in der marburger Innenstadt, vorrangig an Uni-Gebäuden, mit Plakaten großflächig geoutet.

Max Kolb ist Sprecher der rechtsextremen Burschenschaft Germania Marburg, außerdem Beisitzer im Landesvorstand der AfD-Jugendorganisation Junge Alternative (JA). Nils Grunemann ist ebenfalls Mitglied der Germania Marburg und zweiter Vorsitzender der Jungen Alternative Marburg-Biedenkopf.

Wie gefährlich die beiden durch ihr rechtsextremes agitieren nicht nur für eine liberale Gesellschaft sind, zeigen die Vorfälle rund um einen Landeskongress der JA-Hessen auf dem Verbindungshaus der Germania am 29. April: Als die dortigen Nazis und JA’ler ebenfalls anwesende Antifaschist*innen bemerken, griffen sie diese in der Lutherstraßeam hellichten Tage, vermummt und mit Pfefferspray, Teleskobschlagstöcken und Eisenstangen bewaffnet, an, wie umfangreiche Fotostrecken auf der Seite stadtlandvolk.noblogs.org belegen können.

Wilma Streit, Sprecherin der antifaschistischen Kampagne Stadt, Land, Volk hierzu:

„Die Vorfälle rund um den JA-Landeskongress machen mal wieder zwei Dinge deutlich: Einerseits wird die zunehmende Vernetzung verschiedener rechter und rechtsextremer Akteure offensichtlich und andererseits zeigt es die Bedrohung für Leib und Leben, die für die kritische Öffentlichkeit durch solche Nazis ausgeht. Deshalb ist es halten wir es für notwendig und legitim, Nazis aus der Deckung zu holen und ihre Gesichter bekannt zu machen.”

Pressemitteilung: „Die Burschenschaft Germania Marburg und ihr extrem Rechtes Netzwerk“

Marburg, 24.04.2017, (https://stadtlandvolk.noblogs.org)

Die hessische antifaschistische Kampagne “Stadt, Land, Volk” veröffentlichte am 19.4.2017 eine aktuelle Analyse der momentanen Aktivitäten der “Marburger Burschenschaft Germania”. Dabei findet vor allem ihre bundesweite Netzwerkarbeit Beachtung, sowie die vielfältige Beteiligung ihrer aktiven, wie inaktiven Mitglieder in verschiedenen Positionen und Strömungen völkischer und faschistischer Bewegungen.
In diesem Rahmen wird auch die Zusammenarbeit von Junger Alternative (JA), AfD, Identitärer Bewegung (IB) und Deutscher Burschenschaft (DB) einer genaueren Betrachtung unterzogen.

Egal ob auf Bundesebene, oder in der hessischen Kommunalpolitik – immer wieder stößt man auf Burschen der “Marburger Germania”, wenn die AfD oder ihre Jugendorganisation (JA) betrachten wird. Am bekanntesten ist seit ihrem gemeinsamen Auftritt im KZ-Buchenwald wohl der “Germane” und Höcke-Pressesprecher Torben Braga, der gewissermaßen als eine Art “Adjutant” für diesen fungiert. Aber auch auch im hessischen Landesvorstand, sowie im Marburger Ortsvorstand der “Jungen Alternative” sind Burschenschafter der “Marburger Germania” aktiv.
Dies wird von den Autor*innen aber nicht nur dahingehen analysiert, dass erhebliche Schnittmengen zwischen dem extrem rechten “Höcke-Flügel” der AfD und DB-Burschenschaften wie der “Germania” bestehen. Besonderes Augenmerk findet auch ihre Strategie und wie sie dieser in den letzten Jahren immer mehr entsprachen.

Wilma Streit, Pressesprecherin der Kampange “Stadt, Land, Volk!” dazu:
“Dass die “Marburger Burschenschaft Germania” seit Jahren diversen Neonazis eine Heimstätte bietet und Betätigung in diesem Sinne sogar forciert, dürfte nichts neues mehr sein. Neu ist die Hinwendung zur Parteipolitik, in der sie mit der AfD und JA endlich ein Vehikel gefunden haben um in ihrem Sinne in die Gesellschaft hineinzuwirken. Mit seiner Rede auf dem Burschentag in Eisenach 2015 hat Götz Kubitschek der Deutschen Burschenschaft einen Plan gereicht, dem die “Marburger Germanen” offensichtlich Folge leisten. Ein jeder nimmt seine Position in “der Bewegung” ein, als Politiker, Verleger oder gar Rapper um fortan als “Speerspitze” einer “nationalen Revolution” zu dienen! Widerstand dagegen muss dem entsprechen, ob auf der Straße, in den Parlamenten oder im Rahmen investigativer Recherche – dem muss Einhalb geboten werden!”

PM: „Die Junge Alternative (JA) Marburg-Biedenkopf und Hessen und ihr faschistisches Potenzial“

Pressemitteilung: „Die Junge Alternative (JA) Marburg-Biedenkopf und Hessen und ihr faschistisches Potenzial“

Marburg, 29.03.2017

Im Rahmen der nord- und mittelhessischen antifaschistischen Kampange „Stadt, Land, Volk“, ging zuletzt ein Text online, welcher sich mit den Verstrickungen des jüngst gegründeten Kreisverbandes der Jungen Alternative Marburg-Biedenkopf, in faschistische Bewegungen beschäftigt. In Hinblick darauf wird zudem das Engagement der Kreistagsfraktion der AfD Marburg-Biedenkopf näher betrachtet.

Neben dem neugewählten Sprecher und Burschenschafter Simon Büssing (Arminia Marburg) wird dabei besonderes Augenmerk auf seinen Stellvertreter Nils Grunemann gelegt. Einem Berliner Kader der Identitären Bewegungen und ebenfalls Burschenschafter, jedoch bei der von Neonazis dominierten Verbindung „Germania Marburg“. Höchstes Amt auf dem Germanhaus hat Maximilian Kolb inne, dieser ist Sprecher der Burschenschaft und findet als Mitglied des Vorstands der Jungen Alternative Hessen ebenfalls Erwähnung und Einordnung in diesem Vorgang.

Die direkte Zusammenarbeit mit Faschisten durch die AfD-Kreistagsfraktion ist durch Julian Schmidt gesichert. Der sich sonst seriös gebende Soldat und Bundestagskanditat, ist Gründungsmitglied des neuen JA-Verbandes und übernahm das Amt des Schatzmeisters.

Aber auch vom Rest der Fraktion waren statt Kritik nur lobende Worte zu hören. Aufgrund der bisherigen Distanzierungsversuche der AfD im Kreis von Rechtsaußen, beispielsweise von Björn Höcke besitzt dieser Vorgang besondere Brisanz.

Hintergrundinfos:
AfD, Junge Alternative macht gemeinsame Sache mit der extremen Rechten (Nazis und Identitäre) Bundesweit aber auch in Marburg:

Warum die Burschenschaft Germania kein Naziproblem hat, sondern eines ist

Identitärer Faschist Nils Grunemann

Identitäre zeigen Gesicht: Gespräch mit Nils Grunemann

Bericht des AfD-KV’s zur Gründung des JA-KV’s

https://www.myheimat.de/marburg/politik/mit-der-jungen-alternative-marburg-biedenkopf-wurde-der-10-ja-kreisverband-in-hessen-gegruendet-d2797444.html

Outing, Max Kolb

https://linksunten.indymedia.org/de/node/196812

PM: Kampagnenstart “Stadt, Land, Volk”

Hessen 24.03.2017 – Die Kampagne “Stadt, Land, Volk!” ist angelaufen. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, rechte Strukturen und Netzwerke in Mittel- und Nordhessen zu bekämpfen. 1000 Flyer klären in Frankenberg über JA-Vorsitzenden auf.

In der ersten Publikation werden die Verknüpfungen von Junger Alternative (JA) Hessen und Alternative für Deutschland (AfD) mit Neonazis aufgeschlüsselt. Diese Personenkreise würden gern nicht nur den Begriff “völkisch” aus dem “Giftschrank” holen sonder auch Worte wie “Nationaler Sozialismus” irgendwann positiv besetzen. Eine Vorliebe für Nazimarken, weitreichende inhaltliche Übereinstimmung, aber auch personelle Überschneidungen zu Naziburschenschaften der Deutschen Burschenschaft, vor allem der Burschenschaft “Germania Marburg” zeigen, welch wichtige Rolle Faschist_innen und ihre Ideologien in JA und AfD spielen.

Wilma Streit, Pressesprecherin der Kampange “Stadt, Land, Volk!” erklärt:
“Neonazis und andere Faschist_innen haben ihren festen Platz in JA und AfD gefunden und agieren dort als Stichwortgeber_innen und Strateg_innen des rassistischen Mobs. Egal ob Identitäre Bewegung, EinProzent oder Andere, sie sind auch in Hessen gut mit Junger Alternative und Alternative für Deutschland vernetzt. Dies zeigen wir anhand unserer Recherche, welche wir im Rahmen der Kampagne “Stadt, Land, Volk” veröffentlichen. Darüberhinaus gilt es dieses völkische Netzwerk zu bekämpfen, wo auch immer es wirkmächtig wird.”

In Frankenberg verteilten Antifaschist_innen zu diesem Zweck Ende letzter Woche tausende Texte und Plakate, um über den dort kasernierten Zeitsoldaten Jan Nolte zu informieren. Inhalt der Texte war dessen Engagement als einer der beiden Vorsitzenden der JA-Hessen, als welcher er großen Anteil am Aufbau dieser völkischen Truppe hatte. Nachbar_innen und Kamerad_innen wissen nun was für ein Salonfaschist dort Dienst an der Waffe schiebt und die Kampagne “Stadt, Land, Volk” ist damit offiziell gestartet!