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Landeskongress der Jungen Alternative Hessen auf dem Haus der Marburger Burschenschaft Germania

Bewaffnete gewalttätige Übergriffe von Naziburschen und AfD-Funktionären – Gründung der IB-Ortsgruppe Marburg

In Marburg haben Antifaschist_innen den Landeskongress der Jungen Alternative Hessen dokumentiert. Die Veranstaltung fand in der Lutherstraße 3 auf dem Haus der Burschenschaft Germania Marburg statt. Anwesend waren neben den JA Vertreter_innen auch Torben Braga (AfD Tühringen und Berater von Björn Höcke), welcher mit Philipp Stein (EinProzent Bewegung) angereist war. Die gewalttätigen Übergriffe waren aber womöglich nicht das einzige pikante Ereignis an diesem Tag.

Wie EinProzent Bewegung, Identitäre Bewegung, JA, AfD und die Burschenschaft Germania Marburg verzahnt sind berichteten wir bereits, sowie auch über die lokalen Verbindungen von Burschen zur JA Marburg. Am 29.4.2017 trafen sich auf dem Haus der Germania Marburg extrem Rechte Akteure aus dem AfD-Parteispektrum, wie auch außerparlamentarischen Zusammenhängen. Zwei Wochen später kam es in Marburg zu verschiedenen Aktionen einer sogenannten Ortsgruppe der IB in Marburg. Um 6 Uhr morgens posierten einige Faschisten auf dem Marburger Schloss mit einem Transparent, ein weiteres wurden an einer Lahnbrücke angebracht. Gestaltet wurden die IB Transparente in den selben Räumen in welchen sich noch am 29.4. die JA Hessen zu ihrem Landeskongress traf, im Haus der Germania Marburg (wenn man sich den Boden auf den beiden folgenden Bildern anschaut, wird dies offensichtlich.):

Unklar bleibt, inwiefern eben jener Kongress als Gründungsereignis der IB-Marburg Ortsgruppe gedient hat.

Es wird immer offensichtlicher, dass die von uns bereits anhand von Einzelpersonen nachgezeichnete Zusammenarbeit von hessischen AfD-Strukturen mit völkischen Gruppierungen wie den obengenannten Burschenschaften oder der IB, vielmehr flächendeckend stattfindet.

Eine Entwicklung, wie sie sich ganz ähnlich auch in Hamburg, Halle oder Magdeburg abspielt.

 

Es folgt der Beitrag einiger Antifaschist_innen, der uns im Rahmen der StadtLandVolk-Kampagne zugesendet wurde:

 

Landeskongress der Jungen Alternative Hessen auf dem Haus der Marburger Burschenschaft Germania – Bewaffnete gewalttätige Übergriffe von Naziburschen und AfD-Funktionären

Bereits am Samstag, dem 29.04.2017, fand der Landeskongress der Jungen Alternative (JA) Hessen statt. Wie Antifaschist*innen erfuhren, wurde dazu auf das Haus der Burschenschaft Germania Marburg geladen und zur Verschwiegenheit ermahnt. Deren Verflechtung mit der AfD, insbesondere der Thüringer Fraktion, sowie dem hessischen Landes- und Marburger Ortsverband der JA, sind seit geraumer Zeit bekannt.

Kritik darüber blieb bisher weitesgehend aus, obwohl die protofaschistisch bis neonazistische Ausrichtung der Burschenschaft Germania schon mehrfach belegt wurde.

Als Antifaschist*innen sich dann an besagtem Tag in die Lutherstraße begaben, fanden sie ihre Vermutung sehr bald bestätigt, nachdem führende Köpfe des Landesverbandes der JA-Hessen anreisten und sich zu den benachbarten Anwesen der Burschenschaften Germania und Rheinfranken begaben (zu den noch deutlicheren neonazistischen Bezügen bei den Rheinfranken).

Nach einiger Zeit wurden aber auch die fotografierenden Antifaschist*innen bemerkt und sogleich bepöbelt. Doch dabei blieb es nicht, denn nur wenig später ereigneten sich kurz nacheinander zwei Übergriffe. Zunächst griff eine vierköpfige, teilweise bewaffnete Gruppe, darunter der Germane Philip Stein und der Rheinfranke Lars Roth, einen Fotografen an.

Kurz darauf sammelte und vermummte sich eine etwa zehnköpfige Gruppe an der gemeinsamen Einfahrt von Germanen und Rheinfranken, um sodann unvermittelt weitere dokumentierende Antifaschist*innen anzugreifen. Beim zweiten Mal setzten die Angreifer zudem Pfefferspray ein. Auch hier war Philip Stein dabei, sowie Max Kolb, Beisitzer im Vorstand der JA-Hessen und amtierender Sprecher der Germania Marburg.

Interessant ist, wie involviert die Burschenschafter der Rheinfranken an diesem Tag waren. So waren sie zu jeder Zeit mit von der Partie, ob nun beim Empfang der JA-Vorsitzenden oder bei Bedrohungen und Angriffen auf Antifaschist*innen. Insbesondere da erst letztes Jahr im Rahmen des Rheinfranken-leaks bekannt wurde, dass deren Mitglieder auch gern mal mit Hakenkreuzfahnen posieren. So haben wir beispielsweise einen Handschlag des 1. Vorsitzenden der JA-Hessen, Jan Nolte, mit dem Rheinfranken Lars Roth auf Foto festhalten können. Dieser ist wie seine Bundesbrüder umtriebiger Neonazis mit Kontakten bis hin zu Blood and Honour.

Wir haben uns von alldem jedoch nicht aufhalten lassen und können euch so die unten angehängten Fotoserien der Anreise, Übergriffe, sowie eine (unvollständige) Bildserie der anwesenden Personen präsentieren.

Dies ist desweiteren als unser Beitrag zur Kampagne “Stadt, Land, Volk” zu sehen!

 

 

Hier die Fotos:

Anreise Jochen Roos (Stellvertretender Vorsitzender JA-Hessen) und Unbekannt1 in der Lutherstraße:

Fabian Flecken (Co-Vorsitzender JA-Hessen) parkt erst in der Lutherstraße, entscheidet sich dann aber doch anders:

Jan Nolte (Vorsitzender JA Hessen und Listenplatz 4 (!) für Bundestagswahl) reist in der Lutherstraße an:

Lars Roth (Rheinfranke, hinlänglich bekannt in der mitteldeutschen Neonazisszene) und Unbekannt2 grüßen Nolte

Nolte steigt mit Unbekannter aus dem Taxi, begrüßt Roth und Unbekannt2 und geht mit ihnen gemeinsam zum Germania-Haus

Der weiter oben erwähnte Handshake von Nolte und Roth:

 

Philipp Stein und Torben Braga reisen gemeinsam an:

 

Der erste Übergriff:

Kurz nachdem der von Torben Braga gefahrene Bus am Fotografen vorbei ist, macht sich ein vermummter aus der Einfahrt von Germanen und Rheinfranken auf…

Um sogleich zu versuchen den Fotografen einzuschüchtern

Lars Roth und der Unbekannte2 stehen schon bereit, undeutlich ist schon zu erkennen, dass Roth mit einem Knüppel bewaffnet ist:

Einschüchtern klappt nur nicht so gut, so dass er mit seinem Handy Hilfe herbeiruft:

Und nun seinerseits beginnt den Fotografen abzufilmen:

Kurz bevor der Fotograf attackiert wird, steigt Philipp Stein aus dem Bus und kommt sofort angerannt:

Aufgrund der akuten Bedrohungslage zieht der Fotograf sich zurück:

Doch der vermummte und Stein und kurz darauf auch Roth und der Unbekannte2 setzen ihm nach:

Kann aber fliehen:

Stein in eindeutiger Geste – er hat wohl ziemlich Bock:

Roth mit Knüppel, der Unbekannte2 im weißen Hemd setzt hier an um dem Fotografen den Weg abzuschneiden:

Der Rest versucht noch zu folgen:

Bricht aber ab:

Auf diese kleine Hetzjagd klatschen die beiden erstmal ab:

Und natürlich geben sich auch Stein und Roth die Hand: 

Kurze Zeit später kommt auch der Unbekannte2 im weißen Hemd zurück, das Wegabschneiden war anscheinend erfolglos:

Auch er war bewaffnet, mit einem Teleskopschlagstock:

 

Der 2. Übergriff, wenige Minuten später:

Diese Fotos entstanden wenige Minuten nachdem ersten Angriff

Benjamin Haasis (posiert gerne vor Hakenkreuzfahnen)

Zusammen mit Lars Roth und einem weiteren Unbekannten versuchten sie auch hier Antifaschist*innen einzuschüchtern, entschieden sich jedoch erstmal zum Rückzug:

Lars Roth, immer noch mit Knüppel bewaffnet

durchs Gebüsch zurück zum Germanenhaus

Kurz danach wurde es ziemlich hektisch auf dem Germanenhaus, als etwa 10 junge Männer die Einfahrt herunterkamen sich dort versammelt und sogleich vermummten.

Sie fackelten nicht lange und stürmten auf die Fotografierenden zu.Es folgen Jagdszenen:

Dies war nicht die komplette Gruppe, einige weitere versuchten auch in dieser Situation den Antifaschist*innen den Weg abzuschneiden

Es kam zu einer Konfrontation, in der die vermummte Gruppe Pfefferspray einsetzte; wird hier aus der Tasche gezogen.

Aber auch anderweitig wurde mehrfach versucht die Fotografierenden zu attackieren.

Kurze Zeit später kommen sie wieder hoch

Als sie in Reichweite der Kamera kommen entmummen sie sich dankenswerterweise nacheinander, Philipp Stein macht den Anfang

Es folgen die beiden unbekannten

Und zuletzt auch:

Max Kolb, Sprecher der Burschenschaft Germania Marburg, Beisitzer im Vorstand der JA-Hessen und Kommunalwahlkandidat auf der Liste der AfD-Homberg/Efze (für die sein Vater auch im Kreistag sitzt)

Weiter anwesende Personen:

Unbekannter alter Mann

Dominik Claasen (Stellvertretender JA-Landesvorsitzender) auf dem Beifahrersitz

 

Andreas Lichert (AfD-Landesvorstand Hessen)

Fabian Flecken (Co-Vorsitzender der JA-Hessen, Patriotische Plattform)Simon Büssing, ehemaliger Sprecher der Burschenschaft Arminia Marburg und Vorsitzender der JA-Marburg

unbekannt

Zusammengefasst: Die JA-Hessen paktiert also ganz offen mit einer Vereinigung, die sich ganz selbstverständlich als “rechtsradikal” (so Stein im oben verlinkten Zeit Artikel) versteht und netzwerkt munter mit Personen, die Kontakte zu allerlei offen faschistisch oder völkisch gesinnten Gruppen haben, bis hin in die militante Neonaziszene. Darüberhinaus wird das Treffen vermutlich genutzt um einen weiteren Ableger der faschistischen Identitären Bewegung zu gründen.

Und zu guter Letzt werden dort, während der Anreise der hochrangigen JA- und AfD-Funktionäre mehrfach kritische Beobachter angegriffen und zwar koordiniert, vermummt und bewaffnet, unter federführender Beteiligung von JA- und AfD-Funktionären!

Pressemitteilung: „Die Burschenschaft Germania Marburg und ihr extrem Rechtes Netzwerk“

Marburg, 24.04.2017, (https://stadtlandvolk.noblogs.org)

Die hessische antifaschistische Kampagne “Stadt, Land, Volk” veröffentlichte am 19.4.2017 eine aktuelle Analyse der momentanen Aktivitäten der “Marburger Burschenschaft Germania”. Dabei findet vor allem ihre bundesweite Netzwerkarbeit Beachtung, sowie die vielfältige Beteiligung ihrer aktiven, wie inaktiven Mitglieder in verschiedenen Positionen und Strömungen völkischer und faschistischer Bewegungen.
In diesem Rahmen wird auch die Zusammenarbeit von Junger Alternative (JA), AfD, Identitärer Bewegung (IB) und Deutscher Burschenschaft (DB) einer genaueren Betrachtung unterzogen.

Egal ob auf Bundesebene, oder in der hessischen Kommunalpolitik – immer wieder stößt man auf Burschen der “Marburger Germania”, wenn die AfD oder ihre Jugendorganisation (JA) betrachten wird. Am bekanntesten ist seit ihrem gemeinsamen Auftritt im KZ-Buchenwald wohl der “Germane” und Höcke-Pressesprecher Torben Braga, der gewissermaßen als eine Art “Adjutant” für diesen fungiert. Aber auch auch im hessischen Landesvorstand, sowie im Marburger Ortsvorstand der “Jungen Alternative” sind Burschenschafter der “Marburger Germania” aktiv.
Dies wird von den Autor*innen aber nicht nur dahingehen analysiert, dass erhebliche Schnittmengen zwischen dem extrem rechten “Höcke-Flügel” der AfD und DB-Burschenschaften wie der “Germania” bestehen. Besonderes Augenmerk findet auch ihre Strategie und wie sie dieser in den letzten Jahren immer mehr entsprachen.

Wilma Streit, Pressesprecherin der Kampange “Stadt, Land, Volk!” dazu:
“Dass die “Marburger Burschenschaft Germania” seit Jahren diversen Neonazis eine Heimstätte bietet und Betätigung in diesem Sinne sogar forciert, dürfte nichts neues mehr sein. Neu ist die Hinwendung zur Parteipolitik, in der sie mit der AfD und JA endlich ein Vehikel gefunden haben um in ihrem Sinne in die Gesellschaft hineinzuwirken. Mit seiner Rede auf dem Burschentag in Eisenach 2015 hat Götz Kubitschek der Deutschen Burschenschaft einen Plan gereicht, dem die “Marburger Germanen” offensichtlich Folge leisten. Ein jeder nimmt seine Position in “der Bewegung” ein, als Politiker, Verleger oder gar Rapper um fortan als “Speerspitze” einer “nationalen Revolution” zu dienen! Widerstand dagegen muss dem entsprechen, ob auf der Straße, in den Parlamenten oder im Rahmen investigativer Recherche – dem muss Einhalb geboten werden!”

Die Burschenschaft Germania Marburg und ihr extrem Rechtes Netzwerk

Björn Höcke ist seit geraumer Zeit die Gallionsfigur des extrem rechten Flügels der Alternative für Deutschland (AfD). Für ihn ist die Rolle der AfD die einer völkischen Bewegungspartei, weshalb er die Vernetzung mit Neonazis aktiv vorantreibt. Hierbei fallen immer wieder die Verbindungen zur Deutschen Burschenschaft (DB) ins Auge. In verschiedenen Städten kommt es zu einer Zusammenarbeit von Junger Alternative (JA), AfD, Identitärer Bewegung (IB) und DB.

Diese Praxis zeigt sich beispielsweise in Hamburg, wo eine DB-Verbindung ihre Räume der lokalen Gruppe der IB zur Verfügung stellt, wobei mit dieser ebenso viele Doppelmitgliedschaften bestehen, wie mit der JA. Oder der Fall der Burschenschaft Danubia München, welche sogar für den Verfassungsschutz als rechtsextrem gilt, während ihre Mitglieder immer wieder Rollen in JA und AfD einnehmen. So auch Benjamin Nolte, der aufgrund seiner öffentlichen rassistischen Äußerungen seinen Posten im Bundesvorstand der JA 2014 räumte.

Die Verbindungen der AfD und JA zu Naziburschenschaften sind auch in Hessen keine Einzelfälle. Im Folgenden wollen wir dies am Beispiel der Marburger Burschenschaft Germania aufzeigen.

Auf dem Burschentag in Eisenach 2015 sprach der langjährige Gefährte von Björn Höcke, Götz Kubitschek, extrem rechter Publizist und Vordenker einer angeblichen “Neuen” Rechten, über den “großen Austausch der Deutschen” und die Aushöhlung “deutscher Werte”. Er ist der Auffassung, dass dem deutschen Volk eine Rechtsordnung aufgezwungen wird, welche nicht die seine ist. Die existentielle Bedrohung des deutschen Volkes soll “grundiert aus einer weltanschaulich gefestigen Bastion heraus”, also aus der DB, abgewehrt werden. “An diesem Punkt muss die DB ihre historische Aufgabe begreifen und fortsetzen.” Genau diese Rolle nehmen inzwischen viele Burschen ein.

Im Jahr 2015 hatte die Marburger Germania den Vorsitz der DB inne. Sprecher für die DB war der Germane Torben Braga, der jetzt Beisitzer im Landesvorstand der AfD Thüringen ist und als Berater und Presseprecher von Björn Höcke fungiert und bei öffentlichen Auftritten wie zB. im KZ-Buchenwald als eine Art Leibwächter auftritt.
Die von Nazis durchsetzte Marburger Burschenschaft Germania wurde bereits im April 2014 (https://wwnn.noblogs.org/nazitreff-in-der-lutherstrase/) und Dezember 2014 (https://naziwatchmarburg.noblogs.org/warum-die-burschenschaft-germania-kein-naziproblem-hat-sondern-eines-ist/) thematisiert. Wenig verwunderlich also, das die AfD-Fraktion aus Thüringen neben Ann-Katrin Magnitz, stellvertretende Sprecherin der AfD Hochschulgruppe in Kassel, Torben Braga schickte, um eine Zusammenarbeit mit der Neonazi-Initiative “Wir lieben Meiningen” auszuloten.

Auf dem Germanenhaus war Braga zu jener Zeit die Nummer 2 hinter ihrem (damaligen) Sprecher Philipp Stein. Dieser nimmt ebenfalls eine wichtige Position im extrem rechten Netwerk ein. Stein hat zusammen mit Götz Kubitschek die “EinProzent”-Bewegung ins Leben gerufen. Diese “NGO für Deutsche” soll rechtsradikale Strukturen im Aufbau unterstützen und vernetzen. Hierbei beteiligen sich laut eigenen Angaben Ortsgruppen der IB, die Nazis vom “Freundeskreis Niedersachsen/Thüringen” und andere völkische Zusammenhänge. Philipp Stein ist zudem inzwischen Verleger geworden. Sein “Jung Europa Verlag”, mit Sitz in Dresden (zwischenzeitlich auf dem Haus der Burschenschaft Germania in Marburg), veröffentlichte als erstes ein Werk des französichischen Faschisten, Antisemiten und Unterstützer des Vichy-Regime Pierre Drieu la Rochelle. Dies brachte Philipp Stein und seinem Jung Europa Verlag begeisterten Zuspruch ein, unter anderem von der neonazistischen Kleinstpartei “Der Dritte Weg“, mit der er über Bundesbrüder wie dem Germanen Tobias Sauer vernetzt ist.
Götz Kubischek und Philipp Stein treiben die Organisierung der Identitären Bewegung in Deutschland voran, aĺs außerparlamentarischen Arm einer völkischen Bewegung, während die AfD die Partei der völkischen Bewegung geworden ist. Andere Marburger Burschen der Germania haben sich wie Torben Braga oder Maximilian Kolb, Beisitzer im Vorstand der JA Hessen, für die parlamentarische Arbeit in der AfD entschieden. Oder vereinen dies, wie Nils Grunemann aus Berlin, der schon seit Jahren Kader der Identitären Bewegung in Deutschland und inzwischen bei der Marburger Naziburschenschaft Germania untergekommen ist. Anfang des Jahres 2017 gründete er als stellvertretender Sprecher die Junge Alternative Marburg-Biedenkopf, gemeinsam mit Simon Büssing (Sprecher), der Mitglied der Marburger Burschenschaft Arminia ist und dem Bundestagskandidaten der AfD Marburg-Biedenkopf für die Wahl 2017, Julian Schmidt (Schatzmeister).

Genau ein solches Wirken hat Götz Kubischek in seiner Reden auf dem Burschentag 2015 in Eisenach gefordert. Die akademischen Nazis der DB haben sich an ihre angebliche historische Aufgabe gemacht.
Dass Mitte Februar 2017 dann Fotos auftauchen, die Björn Höcke im Februar 2010 auf einem jährlichen Naziaufmarsch in Dresden zeigen, für den auch Burschen der Germania Marburg, unter anderem Philipp Stein, einige Jahre später mit Hilfe von Flyern in der Mensa warben, passt nur allzu gut ins Bild.

Auch bei dem Identitären-Rapper Komplott handelt es sich um einen ehemaligen Marburger Studenten und Germania-Burschen, Patrick Bass (hierzu: https://linksunten.indymedia.org/en/node/205381). Bevor er nach Marburg kam war er in der Nazikameradschaft AG Schwaben aktiv (hierzu:
https://naziwatchmarburg.noblogs.org/warum-die-burschenschaft-germania-kein-naziproblem-hat-sondern-eines-ist/). Maßgeblich untersützt wird Patrick Bass bei seinem Rap-Projekt von der EinProzent-Bewegung um Philipp Stein und Götz Kubischek. Im Interview mit der Internetseite Identitäre Generation äußert sich Patrick Bass wie folgt: “Ich wünsche euch allen, die ihr – jeder auf seinem Posten, jeder auf seine Weise – in der Freiheitsbewegung wirkt, viel Kraft für die kommende Zeit”.

An dieser Aussage verdeutlicht sich – ob bewusst oder unbewusst – die Strategie vieler DB-Verbindungen, wie der Marburger Burschenschaft Germania. Sie haben in der völkischen und faschistischen Bewegung in Deutschland ihre Posten eingenommen und bauen diese Postition fortwährend aus.

Nazis und andere Faschist_innen werden also in der AfD und JA und in den ihnen zuarbeitenden außerparlamentarischen Zirkeln nicht nur geduldet, sondern mit offenen Armen empfangen!

(Torben Braga und Björn Höcke nachdem dieser Ende Januar Hausverbot in Buchenwald erteilt bekam)

(damaliger DB-Sprecher Braga und sein Stellvertreter Philip Stein  2015 in Eisenach)

(hinter dem Identitären-Rapper Komplott…

…steckt der Marburger Germane Patrick Bass  (hier im Hintergrund))

Von der JA Hessen nichts neues

Nolte, Flecken, Kolb und Co. treiben Zusammenarbeit mit anderen völkischen Rechten voran

Am Samstag den 15.4.2017 lädt die Junge Alternative (JA) Hessen zu einer Vortragsveranstaltung nach Möttau im Kreis Weilmünster. In der Hessenstraße 4 soll Petr Bystron sprechen, Landesvorsitzender der Alternative für Deutschland (AfD) Bayern und Bundestagskandiat für die Wahl 2017. Mit ihm lädt sich die JA Hessen jemanden ein der, wie sie, die Zusammenarbeit mit Neonazis und Faschist_innen nicht scheut.

Petr Bystron versuchte am 29. Juni in München gemeinsam mit zwei einschlägig bekannten extrem rechten Aktivisten zu einer AfD-kritischen Veranstaltung zu gelangen.
Mit dabei war Lukas Bals, vormals “Die Rechte“-Kader in Dortmund. Später in München fiel er als Mitglied der Identitären Bewegung (IB) auf und beteiligte sich beispielsweise an einer Plakataktion der IB-Bayern auf dem Turm der Frauenkirche in München. 2014 war er zudem am Überfall auf die Wahlparty im Dortmunder Rathaus beteiligt. Zusammen mit anderen Neonazis von “Die Rechte” griff er dabei anwesende Parlamentarier_innen an. Lukas wurde im Nachgang wegen Körperverletzung verurteilt.
Rick Wegner, führender Kader des Bündnis Deutscher Patrioten (BDP), war der zweite Begleiter Petr Bystrons. Im September 2016 war Wegner, mit anderen BDP-Aktivisten, sowie Lukas Bals an einem Angriff auf Fotografen und Antifaschist_innen am Rande einer spontanen Demonstration gegen eine Wahlparty der AfD Bayern beteiligt.

Die JA Hessen sucht genau wie Petr Bystron den Schulterschluss mit anderen extrem Rechten Kräften. Dementsprechend ist es nur passend, dass sie sich zu ihrem Wahlkampfauftakt jemanden einladen der ganz offen mit gewaltbereiten Neonazis agiert. Ob es nun Naziburschen in der JA Hessen sind (https://stadtlandvolk.noblogs.org/post/2017/03/30/ja-marburg-biedenkopf-eine-analyse/ ) oder die Zusammenarbeit mit rechten Schlägern wie Lukas Bals und Rick Wegner, eines muss klar sein:

Egal ob in der Stadt oder auf dem Land, die völkische Bewegung muss mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln bekämpft werden!

PM: „Die Junge Alternative (JA) Marburg-Biedenkopf und Hessen und ihr faschistisches Potenzial“

Pressemitteilung: „Die Junge Alternative (JA) Marburg-Biedenkopf und Hessen und ihr faschistisches Potenzial“

Marburg, 29.03.2017

Im Rahmen der nord- und mittelhessischen antifaschistischen Kampange „Stadt, Land, Volk“, ging zuletzt ein Text online, welcher sich mit den Verstrickungen des jüngst gegründeten Kreisverbandes der Jungen Alternative Marburg-Biedenkopf, in faschistische Bewegungen beschäftigt. In Hinblick darauf wird zudem das Engagement der Kreistagsfraktion der AfD Marburg-Biedenkopf näher betrachtet.

Neben dem neugewählten Sprecher und Burschenschafter Simon Büssing (Arminia Marburg) wird dabei besonderes Augenmerk auf seinen Stellvertreter Nils Grunemann gelegt. Einem Berliner Kader der Identitären Bewegungen und ebenfalls Burschenschafter, jedoch bei der von Neonazis dominierten Verbindung „Germania Marburg“. Höchstes Amt auf dem Germanhaus hat Maximilian Kolb inne, dieser ist Sprecher der Burschenschaft und findet als Mitglied des Vorstands der Jungen Alternative Hessen ebenfalls Erwähnung und Einordnung in diesem Vorgang.

Die direkte Zusammenarbeit mit Faschisten durch die AfD-Kreistagsfraktion ist durch Julian Schmidt gesichert. Der sich sonst seriös gebende Soldat und Bundestagskanditat, ist Gründungsmitglied des neuen JA-Verbandes und übernahm das Amt des Schatzmeisters.

Aber auch vom Rest der Fraktion waren statt Kritik nur lobende Worte zu hören. Aufgrund der bisherigen Distanzierungsversuche der AfD im Kreis von Rechtsaußen, beispielsweise von Björn Höcke besitzt dieser Vorgang besondere Brisanz.

Hintergrundinfos:
AfD, Junge Alternative macht gemeinsame Sache mit der extremen Rechten (Nazis und Identitäre) Bundesweit aber auch in Marburg:

Warum die Burschenschaft Germania kein Naziproblem hat, sondern eines ist

Identitärer Faschist Nils Grunemann

Identitäre zeigen Gesicht: Gespräch mit Nils Grunemann

Bericht des AfD-KV’s zur Gründung des JA-KV’s

https://www.myheimat.de/marburg/politik/mit-der-jungen-alternative-marburg-biedenkopf-wurde-der-10-ja-kreisverband-in-hessen-gegruendet-d2797444.html

Outing, Max Kolb

https://linksunten.indymedia.org/de/node/196812